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Zukunftsfähige Webapplikationen

by - November 9, 2010

Wir schreiben das Jahr 1997, der bis heute aktuelle HTML4 Standard wurde gerade verabschiedet und das Web wird beherrscht von einer homogenen Masse graubeiger PCs an langsamen Einwahlverbindungen. Auf den meisten Webseiten leuchtet ein “optmiert für 800×600″ Logo und noch führt Netscape die Browserstatistik an.

Dreizehn Jahre später sind die langsamen Verbindungen verschwunden und eine unüberschaubare Masse unterschiedlichster mobiler und stationärer Geräte arbeitet mit dem Web. Aus statischen Webseiten sind browserbasierte Anwendungen geworden die problemlos mit nativen Desktopanwendungen konkurrieren können.

Um diese Entwicklung zu ermöglich haben sich abseits des W3C diverse Techniken etabliert, die die Fähigkeiten der Webbrowser durch zusätzliche (propritäre) Software erweitern (z.B. Flash, Java Applets, Google Gears, …). Dadurch gingen allerdings die Vorteile eines gemeinsamen Standards verloren.

Unzufrieden über die Untätigkeit des W3C und mit der Absicht einen Standard für Webapplikationen (“Web Applications 1.0″) zu schaffen gründete sich 2004 die WHATWG, ein Industriekonsortium bestehend aus Mitarbeitern von Apple, Mozilla und Opera. Diese Gruppe arbeitet parallel zum W3C, das zu dieser Zeit noch auf XHTML2 setzt, an der Weiterentwicklung von HTML4.

Seit 2007 wird “Web Applications 1.0″ in Abstimmung des W3C und der WHATWG unter dem Namen HTML5 entwickelt. Da “Web Applications 1.0″ urprünglich als eigener Standard geplant war umfassen die Neuerungen deutlich mehr als nur Änderungen an der Auszeichnungssprache HTML.

Die nachfolgende Grafik (Quelle: peterkroender.de) zeigt anschaulich die einzelnen Komponenten von HTML5 und vermittelt die Unterschiede zwischen den Versionen des W3C und der WHATWG.

Übersicht HTML5

Eine gute Übersicht über die einzelnen Spezifikationen mit Links zu den Originaldokumenten findet ihr hier.

Großen Anteil am Erfolg von Webapplikationen und speziell Rich Intenet Applications haben verschiedene JavaScript Bibliotheken und Frameworks. Sie vereinfachen die Entwicklung von browserbasierten Clientanwendungen die den Funktionsumfang und die Bedienung von Desktopanwendungen erreichen oder übertreffen. (z.B. jQTouch, Sencha Touch, JQuery, Prototype/script.aculo.us, …)

Neben diesen Frameworks, existieren viele weitere Bibliotheken, die einen anderen Schwerpunkt besitzen. Da sich die Projektgruppe unter anderem mit der Visualisierung von AANs beschäftigt, sind Bibliotheken die diese Arbeit unterstützen von besonderem Interesse.

Nicht nur auf Clientseite hat sich in den letzten Jahren viel getan. 2004 entstand das MVC-Webframework Ruby on Rails (heute nur noch Rails genannt). Die in diesem Framework verwirklichten Ideen und Konzepte sorgten für eine mittelschwere Revolution im Bereich der Entwicklung von Webanwendungen. So enstanden in den letzten Jahren viele weitere von Rails inspierierte Frameworks, die seine Konzepte auf andere Sprachen und Umgebungen übertragen.

Das Ziel meiner Ausarbeitung wird sein, die hier angesprochenden Themen detailliert vorzustellen und mit Blick auf die Implementierungsphase im nächsten Jahr ihre Anwendbarkeit/Nützlichkeit zu untersuchen. Was die Zukunftsfähigkeit angeht … bis 2022 sind wir mit HTML5 auf jeden Fall auf der sicheren Seite. ;)

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